Herzlich willkommen bei der Dieburger Tafel e.V.

Kalorien verbrennen beim Silvesterlauf

Jan 9, 2016

Sylwesterlauf_2016DIEBURG – (scm). An der zwölften Auflage des Dieburger Silvesterlaufs nahmen rund 120 Sportler von Schaafheim bis Kranichstein teil. Sie liefen nicht nur für die eigene Fitness, sondern auch für den guten Zweck.

„Rex“ gehört zu einer Hunderasse, die ein wenig zur Körperfülle neigt. Und tatsächlich scheint es, als würde dem Beagle etwas Bewegung gut tun. Die bekommt er in den nächsten eineinhalb Stunden reichlich, denn Rex wird mit seiner Besitzerin am Dieburger Silvesterlauf teilnehmen.

„Vorausgesetzt, er hält durch“, sagt sein Frauchen Eva Korczyk und lacht. „Für einen Hund gibt es viele interessante Gerüche in einem Wald, vor allem viele Bäume, an denen er stehenbleiben und das Bein heben möchte. Mal sehen, wie weit wir kommen.“ Wie die anderen (zweibeinigen) Teilnehmer des Silvesterlaufs ist auch Eva Korczyk schlank und sportlich. Trotz guter Figur hat mancher Läufer das Gefühl, über Weihnachten etwas zu oft vom Plätzchenteller genascht, einmal zu häufig einen Nachschlag von Festtagsbraten und Klößen genommen zu haben.

Strecken zwischen sechs und 20 Kilometer

Bewegung nach den kulinarischen Ausschweifungen in der Advents- und Weihnachtszeit ist nicht nur gut fürs Gewissen und die schlanke Linie, sondern vor allem für die Gesundheit. Mit den berühmten tausend Schritten, die man nach dem Essen tun soll, geben sich die Silvesterläufer dabei nicht zufrieden. Zwischen sechs und zwanzig Kilometer lang sind die Strecken, die sie am Donnerstagnachmittag – wenige Stunden vor dem Jahreswechsel – zurücklegen. Den kürzesten Weg haben die Walker, deren Geschwindigkeit zwar flott, aber dennoch so moderat ist, dass ihnen noch genügend Atem fürs Plaudern bleibt. Die größte Walker-Gruppe kommt aus Kranichstein, unter ihnen Marie-Luise und Walter Huber. Seit fünf Jahren schätzen die Kranichsteiner die angenehme, freundschaftliche Atmosphäre beim Dieburger Silvesterlauf. „Jeder kann hier mitmachen – egal, aus welcher Stadt er kommt, ob er in einem Verein ist, für Wettkämpfe trainiert oder nur aus Freude an der Bewegung läuft“, sagt Walter Huber.

Ein Läufer aus Reinheim will auch über die Wintermonate im Trainingsmodus bleiben; der Silvesterlauf eigne sich dafür bestens. Am Donnerstag war das Laufwetter ideal. Doch das sei nicht immer so, sagt der Reinheimer. Eine Schmerzgrenze habe er nicht. „Ich bin auch schon bei Eis und Schnee gelaufen. Das ist kein Problem, seit ich für meine Laufschuhe Schneeketten habe.“

Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis

Ob Reinheim oder Kranichstein, ob Schaafheim oder Ober-Ramstadt – die Läufer kommen an Silvester fast aus dem ganzen Landkreis nach Dieburg. Gut 120 Teilnehmer zählt Otto Sauer, der den Silvesterlauf vor zwölf Jahren erstmals initiiert hat. Mitorganisator ist Manfred Hahn vom VfL Münster, dessen Triathlonabteilung „schwer im Kommen ist“, wie er sagt. Nach einer Phase der teils recht exotischen Trendsportarten würden viele Sportler nun wieder zu den Klassikern wie Radfahren, Schwimmen oder eben Laufen zurückfinden. Revierförster Peter Sturm, der die grüne Försterkleidung gegen blau-schwarzes Lauftrikot und -hose getauscht hat, freut die hohe Teilnehmerzahl auch aus einem anderen Grund. „Für uns Forstleute ist es immer schön zu sehen, dass die Menschen den Wald gern zur Freizeitgestaltung nutzen“, sagt er. Auch Peter Sturm läuft die große Runde mit einem Durchschnittstempo von zwölf Kilometern pro Stunde.

Zum Abschluss bei Glühwein und Neujahrsbrezeln treffen sich alle wieder am Ausgangspunkt. Zum guten Gefühl, etwas für die eigene Gesundheit getan zu haben kommt das Wissen, auch anderen mit dem Silvesterlauf zu helfen. Denn wer möchte, kann für die Dieburger Tafel eine Spende leisten. „600 Euro sind diesmal zusammengekommen“, freut sich der passionierte Marathonläufer Otto Sauer.